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- Ein Bericht von 1897 (PDF-Datei 290 KB) |
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Vor 111 Jahren legte der Bergedorfer Bürgerverein von 1847 (BBV) mit der Schaffung einer "Heimatsammlung" den Grundstein für das heutige Museums für Bergedorf und die Vierlande im Bergedorfer Schloss. Damit gehört das Bergedorfer Museum, von der Sammlung her gesehen, mit zu den frühen Museen Hamburgs. Auf einer Mitgliederversammlung des BBV am 6. Januar 1892 regte Andreas Spiering anregte, eine historische Ausstellung zu veranstalten. Sie sollte nach Möglichkeit alle in privatem und öffentlichem Besitz vorhandenen kulturgeschichtlich wertvollen Gegenstände und Schriften zeigen, die irgendeinen Bezug auf Bergedorf aufwiesen. |
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Nach einem Aufruf an alle Bergedorfer fand diese "Kulturgeschichtliche
Ausstellung des Bürgervereins" vom 4. bis 8. März 1893
im Gesellschaftshaus "Portici" am Neuen Weg (damals: Neue Straße)
statt. Es wurden so viele verschiedene und zum Teil sehr wertvolle Gegenstände
aus allen Kreisen der Bevölkerung zusammengetragen, dass die Räumlichkeiten
kaum ausreichten, um alles zu zeigen. Auf Grund der Vielfalt der Objekte
sprach der Ehrenvorsitzende des Ausstellungsausschusses, Bürgermeister
Dr. Ernst Mantius, den Wunsch aus, die Gegenstände möchten doch
dem Bürgerverein gestiftet werden, damit sie für spätere
Zeit erhalten blieben und gegebenenfalls den Grundstock zu einem Heimatmuseum
abgäben. Der Aufruf des Bürgermeisters fand Gehör, und
ein ansehnlicher Teil der Exponate wurde dem BBV als Geschenk überwiesen.
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Von der ersten Zeit der Heimatsammlung an haben die Stadt Bergedorf und der BBV immer wieder versucht, geeignete Räumlichkeiten für die Sammlung und Ausstellung zu finden. Von 1893 bis 1927 war sie in vorübergehend nicht benötigten Schulräumen untergebracht und „wanderte“ notgedrungen durch den Ort. Von der Mädchenschule Brauerstraße (Chrysanderstraße 9), zur alten Hansaschule (heute Berufsschulteil Wentorfer Straße) und dann zur Volksschule Birkenhain (Schulseite an der Spieringstraße). | |
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Parallel dazu versuchte der Bürgerverein, seit 23. November 1903,
ein eigenes Haus für ein örtliches Museum zu errichten. Auf
Anregung von A.Spiering hatte der Architekt Jürgensen eine Bau-Zeichnung
entworfen, der ein altes Bergedorfer Haus zu Grunde lag. Auch mit Hilfe
des Museums-Basars im Dezember 1904 im "Portici"
wurden die ersten Gelder gesammelt. Im Februar 1905 war der Museumsfonds
bereits auf 13 000 Mark gewachsen. Im Jahre 1908 wurde hieraus dann
ein 2 855 qm großes Grundstück (heutige Rollschuhbahn) am
Schlossgarten erworben. Im Februar 1909 stellte die Stadt Bergedorf
eine Baufinanzhilfe in Aussicht mit der Bedingung, dass auch der Hamburger
Staat einen gleich hohen Betrag leiste. Die Verhandlungen mit der Finanzbehörde
zur Mitfinanzierung zogen sich aber bis zu Beginn des 1. Weltkrieges
hin. Der von vielen heimatliebenden Bergedorfern unterstützte richtungweisende
Museumsbau war nun durch den Ausbruch des Krieges 1914/18 unmöglich
geworden. Das gesammelte Baugeld wurde durch die Inflation entwertet.
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Nach den Bombenangriffen auf Hamburg im Sommer 1943 verlegte man die Polizeiverwaltung in das Bergedorfer Schloss. Bis zum März 1944 wurde nach und nach die gesammmte Sammlung ausgelagert und überwiegend in dem leer stehenden „Stadt Hamburg" untergebracht. "Die Gegenstände sind bis zur Decke gestapelt", heißt es im Jahresbericht 1944 und weiter: "...Unparteiische bezeichnen die Unterbringung als lieblos und barbarisch. Die gewaltige Arbeit und die aufgewendeten Geldmittel des Bürgervereins die der Aufbau im Schloss erforderte, sind nur geringe Zeit nutzbar gewesen. Wieder einmal, zum wiederholten Male, ist die Heimatsammlung ohne Unterkunft. Eine pflegliche Behandlung der Sammlungsgegenstände ist vollständig ausgeschlossen. Es ist nur zu wünschen, dass Schädigungen so wenig wie möglich auftreten. Nach wie vor geht es, um den Bestand der Sammlung bemüht zu bleiben, um den Enkeln das Erbe der Väter zu erhalten. | |
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Endlich: |
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Nach langwierigen Verhandlungen wurde am 26. Mai 1953 der Schenkungsvertrag unterzeichnet. Der Bergedorfer Bürgerverein von 1847 übereignete darin unentgeltlich der Freien und Hansestadt Hamburg alle Sammlungsgegenstände, Archivalien und Bücher. Die Stadt Hamburg verpflichtet sich, das bisher vom Bürgerverein betriebene Heimatmuseum als „Außenstelle des Museums für Hamburgische Geschichte" unter der Bezeichnung "Museum für Bergedorf und Vierlande" in Bergedorf weiterzuführen und die Sammlung durch Schaustücke aus dem Haupthaus zu ergänzen. Während der Bergedorfer Heimatwoche 1952 trat die Heimatsammlung zum letzten Mal mit einer eigenen BBV-Ausstellung an die Öffentlichkeit. Bei dieser Gelegenheit dankte ein Vertreter des Museums für Hamburgische Geschichte den Männern, die die Heimatsammlung aufgebaut und in ihre Obhut genommen hatten. Er betonte aber auch, dass die im Laufe der Jahre angewachsene Sammlung nunmehr fachmännischer Pflege und Betreuung bedürfe, um ihre Schätze vor dem Verfall zu bewahren. Deshalb sei das Museum für Hamburgische Geschichte gern bereit, das Erbe zu übernehmen, zu fördern und zu pflegen. | |
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Nach der Eröffnung am 18. Juni 1955 als "Museum für Bergedorf und die Vierlande" hat es im Bergedorfer Schloss laufend weitere Räume für Ausstellungs- und Archivzwecke erhalten. Als Vertreter des Bürgervereins betreute Ludwig Uphoff weiterhin die Sammlung. Die Leitung des Museums lag aber in den Händen von Kustoden des Museums für Hamburgische Geschichte. So waren fürs Bergedorfer Schloss von Anfang der 50er- bis Ende der 70er-Jahre zuständig: Dr. Carl Schellenberg, Dr. Kurt Heckscher, Dr. Helmuth Thomsen und Dr. Ulrich Bauche. | |
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Der Neuaufbau der Sammlung und deren Ergänzung aus dem Fundus
des Haupthauses geschah unter Dr. Schellenberg. Hierbei konnten auch
durch alte Verbindungen des BBV zu den Bürgern und Institutionen,
die Übergabe von Alt-Bergedorf-Gegenständen, von Spenden für
die neuen Stadtmodelle genutzt und vieles mehr zum
Wohle der Sammlung ermöglicht werden. Dr. Heckscher übernahm
ihre Neu- Katalogisierung und erstellte auch 1957, nach dem Aufbau der
kirchlichen Abteilung, das erste Museumsheft. Zur Zeit von Dr. Thomsen
öffnete sich das Museum Ende der 60er Jahre in der Sommerzeit für
sonntägliche Jazz-Frühschoppen und ab 1973 für die von
Gerd Hoffmann und Fred Schulze wiederbegründete Weihnachtsmesse
Bergedorfer Künstler. |
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Anlässlich des 130jährigen Geburtstages des Bürgervereins 1977 beschrieb BBV-Vorstandsmitglied Gerd Hoffmann, der als Enkel von Ludwig Uphoff schon früh mit der Heimat- und Museumsgeschichte in Berührung kam, in Text und Bild einige der ausgestellten historischen Zeichnungen aus der ehemaligen BBV-Heimatsammlung für das Museums-Heft "Das alte Bergedorfer Stadtbild". | |
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Da das Heft seit längerer Zeit vergriffen ist: Hier die Möglichkeit es als PDF-Datei herunterzuladen.
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Informationen zum Herunterladen
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Durch die Gründung der "Stiftung Hamburger Museen"in 1998 war auch gleichzeitig der 1953 laut Schenkungsvertrag gebildeten Museumsbeirat "arbeitslos"und wurde aufgelöst; die letzten drei BBV-Vertreter waren Gerd Hoffmann (seit 1971 im Beirat), Sigrid Hänel (seit 1991) und Matthias Liebholdt (seit 1989). Vom behördlichen Konzept her sollten seine Aufgaben u. a. neu eingesetzte Stiftungsbeiräte übernehmen; in den des Museums für Hamburgische Geschichte wurde aber interessanterweise der "geborenen Stifter" BBV nicht berufen!. | |
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Der Bergedorfer Bürgerverein von 1847 fühlt sich weiterhin "seiner Heimatsammlung" verpflichtet und unterstützt die Museumsarbeit: Wie z. B. 1995 mit der Übergabe von vier Wolfgang-Götze-Originalzeichnungen oder 1997 mit der Übergabe einer großen gesammelten Geldspende als Zuschuss zur Bausanierung sowie durch Mitarbeit im bzw. Förderung des "Verein der Freunde des Museums für Bergedorf und die Vierlande" und 2003 mit der Aufnahme der örtlichen Museum in die vom BBV initiierten touristisch orientierten Internetseiten unter www.bergedorf-info.de. | |
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Museumsarbeit, Heimatpflege und Sammlungserweiterung sind für den Bergedorfer Bürgerverein nicht nur Begriffe. Sie müssen mit Leben gefüllt und auch begleitend gestützt werden, damit zukünftige Generationen Kenntnisse von unserer Gegenwart erhalten - der BBV ist auch in diesem Bereich weiterhin aktiv tätig. | |
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Unser Schloss als 3-D-Modell |
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Bei uns in Bergedorf steht das einzige Schloss auf Hamburger Boden! Deshalb hat sich der Bergedorfer Bürgerverein im Frühjahr 2005 entschlossen, dieses herausragende Gebäude vom Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung als bewegliches 3-D-Modell erstellen zu lassen. Das digitale "3-D-Stadtmodell von Hamburg" des Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung liegt für das Hamburger Gebiet in zwei Darstellungsstufen vor, die sich hinsichtlich ihres Detaillierungsgrades voneinander unterscheiden. Für das Bergedorfer Schloss (hier als Auswertung nach Stufe 2) wurde aus Daten der Digitalen Stadtgrundkarte 1: 1000 (DSGK) und einer Luftbildauswertung der Gebäude- und Dachformen ein digitales 3-D-Gebäudemodell erstellt. Als "Standfläche" des Modells dient eine farbige Luftbild-Senkrechtaufnahme von Schloss und Schlossgarten, diese wurde an die digitalen Höhendaten des Geländes angeglichen! |
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Zur Betrachtung |
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Das Bildmotiv kann mit dem Mauszeiger bewegt und aus verschiedenen Perspektiven
angesehen werden. |
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Museumsdiskussion 2010 |
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| Der offene Brief an Bürgermeister Ahlhaus zum Herunterladen |
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Briefwechsel mit der Kulturbehörde im Jahr 1998
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2004 erwarb der "Bergedorfer Bürgerverein von 1847"
eine Sammlung von zwischen 1954 und 1967 entstandenen Luftbildern. Die
Motive zeigen Stadtteilbereiche und Einzelbauten aus Bergedorf, Lohbrügge
sowie dem Hauptdeichgebiet der Vier- und Marschlande. Bürgerverein und Museum stellten aus der großen Zahl der
Luftbilder eine interessante und abwechslungsreiche Ausstellung zusammen,
die vom Juni bis September 2005 im Schloss gezeigt wird. |
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Erstmals gibt es Bergedorf-Motive auf einer CD-ROM Sie erscheint in einer einmaligen Auflage von 250 Exemplaren und ist
im Museum sowie beim Bürgerverein erhältlich. |
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